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Auch in diesem Jahr feierte unser CVJM-Kreisverband wieder am
Himmelfahrtstag im CVJM-Camp in Michelstadt. Von Ueberau waren diesmal
nur zwei Kinder mit, dazu Claudia, Inga und Gerrit.
Um 17.30 Uhr ging's in Ueberau los mit dem altbekannten
grünen Buschen. In Michelstadt begann das Fest mit dem Abendessen im
Tagesraum. Dann begann für die Ueberauer der Ernst des Lebens:
Küchendienst! Gar nicht so einfach, wenn fünf Leute das wieder
säubern sollen, was zweihundert Hungrige nach dem Essen
zurückgelassen haben. Und dann noch die Spülmaschine nicht voll
funktionsfähig! Aber zum Glück kamen die Zwingenberger zu Hilfe.
Anschließend gab es ein großes CVJM-Camp-Quiz-Spiel oder
einfacher ausgedrückt: Ein Zettelsuchspiel auf dem Camp-Gelände. Das
war schon eine böse Sucherei, vor allem, weil es dunkel wurde und die
Zettel mehrfach auf der unbeleuchteten Rückseite der Hütten
angebracht waren. Dort wurden sie öfter auch noch von Oberschlauen
abgerissen, so dass ein Reparaturteam notwendig war. Ueberau und
Bickenbach stellten zusammen eine Mannschaft, die schlug sich… so
gut sie konnte.
Nach dem Spiel stand eine Geschichte am Lagerfeuer auf dem
Programm, die aber auf Grund des einsetzenden Regens in den Tagesraum
verlegt wurde. Unser CVJM-Sekretär Jürgen Vogels berichtete von
seinen guten und schlechten, immer aber spannenden Erlebnissen aus
Indien. Alles horchte gespannt! Nachdem er und sein Freund nur knapp
einer Verbrecherbande entkommen waren, wollten sie nur noch heim.
Unterwegs hatte ihnen ein Freund noch ein Päckchen mitgegeben, das
sie in Bombay vor dem Abflug abgeben sollten. Aber in der Aufregung
wurde das vergessen… und dann kam auf dem Flughafen der Zoll!
"Aufmachen bitte!" - "Oh, tut mir leid, aber das
gehört mir nicht, ich möchte nicht ein fremdes Päckchen
aufmachen!" - "Aber Sie wollen doch abfliegen, also bitte
das Päckchen öffnen!"…. Nach vielem Hin und Her musste das
Päckchen geöffnet werden. Ja, und was kam zum Vorschein? Das wollte
Jürgen Vogels erst am nächsten Morgen verraten, damit auch alle gut
schlafen könnten. Dagegen erhob sich aber lauter Protest. Alle
wollten sofort wissen, was in dem Päckchen gewesen war und
versprachen, trotzdem gut zu schlafen. So hat er es dann doch noch am
Abend verraten: Die Knochen des Bären, den er allen aufgebunden
hatte.
In der Holzhütte schlief es sich ganz gut, Gerrit schlief davor
auch nicht schlecht. Claudia und Inga wurden von den Kindern
"betreut" und deshalb morgens "vorm ersten
Hahnenschrei" erbarmungslos geweckt. Nach dem Frühstück gegen 9 Uhr
wurde um 10 Uhr ein Camp-Gottesdienst gefeiert, in dem Jürgen
Vogels die Predigt hielt. Der Jürgen feiert öfter Gottesdienste mit
Motorradfahrern in einer Scheune im Bergischen Land. Und er fährt
natürlich auch viel Motorrad. So nahm er einmal an einem
Fortbildungskurs teil: Auf einem großen Platz wurden ihnen alle
möglichen Motorradfahrer-Tricks beigebracht. Das sah recht
gefährlich aus, und der Jürgen wollte eigentlich gar nicht
mitmachen. Aber der Leiter sagte: Macht das ruhig, da passiert nichts.
Es gehörte oft viel Mut dazu, man musste dem Mann einfach vertrauen
und dann stellte man fest: Er hat recht, es klappt. - Genauso, sagte
Jürgen Vogels, ist das mit dem Glauben: Jesus sagt, wie das laufen
soll, aber wir haben Angst. Aber er sagt: Mach das ruhig, da passiert
dir nichts. Und mit jedem Mal, bei dem wir es wagen, wächst unser
Vertrauen zu Jesus, und wir erfahren immer mehr, dass er es gut mit
uns meint und dass wir uns auf ihn verlassen können. Auf den
Gottesdienst folgte ein Stationenlauf quer über das große Gelände
mit Turmbau (Höhe wurde bewertet), Pedalofahren, Zielwerfen usw. bis
das Mittagessen fertig war. Nach dem Essen Packen und Aufräumen, dann
die Siegerehrung und zurück ging's nach Ueberau. Um 16.30 Uhr waren
die Kinder zu Hause. Schön war's in Michelstadt!
G. Langenbruch
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