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Das Motto des 20. Deutschen Evangelischen Kirchentages soll diesmal
als Grundlage für die Bibelauslegung dienen. Beim Lesen dieses
Verses fällt mir auf, dass sich hier mehrere Gedanken hineinlegen
lassen. Ein Gedanke ist, dass Gott uns viele Gaben gegeben hat, die
wir auf die unterschiedlichste Weise gebrauchen können und dürfen,
weil Gott auch verschiedene Aufgabengebiete bereit hält. Hier ist viel
Raum, den Gott uns geschenkt hat. Ein anderer Gedanke ist aber auch,
dass Gott an vielen Orten dieser Welt wirkt und
überall "seine Leute" hat. Ich selbst freue mich über
Glaubensgeschwister in den USA und in Italien. Aber auch in
verschiedenen Orten der Bundesrepublik gibt es Glaubensgeschwister,
für die ich sehr dankbar bin. Auch ein Gedanke, der den "weiten Raum"
klar macht. Betrachten wir uns den 31. Psalm näher, so erkennen wir,
dass David von der Güte und der Stärke Gottes spricht. David weiß sich
geborgen in Gott und vergleicht diese Geborgenheit mit einem Fels bzw.
einer Burg. In dem Vers 9 wird klar, dass Gott David über seine Feinde
erhebt - ihn auf weiten Raum stellt. Befreit von den Feinden kann
David sich auf sein Glaubensleben konzentrieren und macht eine Bilanz.
Er ist kraftlos geworden und beschreibt seine Situation. Doch David
ist fest überzeugt, dass der Herr sein Gott ist (Vers 15). "Meine
Zeit steht in deinen Händen" schreibt David und erbittet Gottes Güte.
Lassen wir uns ermutigen durch David. Ziehen wir Glaubensbilanz und
überprüfen unseren Stand zu Gott. Gott hat sich nicht verändert. Doch
wie sieht es bei mir aus? Vielleicht habe ich irgendwie den Anschluss
zum Ihm verloren? Fange einfach noch einmal mit Ihm an!! Auch
deine und meine Zeit steht in seinen Händen. Herzlichst Jörg Kappel |