









|
Josef, der Lieblingssohn, welcher von seinen neidischen Brüdern nach
Ägypten verkauft wurde und sich dort vom Sklaven zum zweiten Mann im
Staat hocharbeitete, war das Thema der diesjährigen Kinderfreizeit des
CVJM Reinheim.
Fünfundzwanzig
Kinder aus ganz Südhessen im Alter von 8 bis 13 Jahren machten sich vom
23. Juli bis zum 03. August auf den Weg ins schwäbische Mössingen, um
dort Josef und sein abenteuerliches Leben kennen zu lernen.
Durch
Theateranspiele, Erzählungen und altersspezifischen Workshops hatten die
Kinder die Gelegenheit, sich aktiv mit dem biblischen Thema auseinander
zu setzen. Ob Puppenspiel für die jüngeren Kinder, Basteln von
Leporellos (kleinen „Ziehharmonika-Büchern“) oder für die ältesten die
Produktion von Diageschichte, Hörspiel und Trickfilm – den Kindern
standen jede Menge Möglichkeiten offen, die Bibel „etwas anders“ zu
entdecken.
Natürlich
konnten die Kinder noch viele andere Dinge auf der Freizeit erleben. Der
neben dem Haus entlang fließende Bach lud die Kinder zum Staudammbauen
und Baden ein und im nahe gelegenen Wald ließen sich interessante
Naturerfahrungsspiele machen. So konnten sich die Kinder zum Beispiel „einwalden“
lassen, das heißt, sie wurden von anderen vollständig mit Ästen und
Zweigen bedeckt. Oder sie konnten blind verschiedene Waldböden fühlen
und mit Becherlupen die Waldbewohner beobachten.
Im Wald fand außerdem das „Karawanenspiel“ statt, bei dem zwei
Kindergruppen als Karawanen Lebensmittel und Haushaltswaren
transportieren und tauschen mussten, während Räuber versuchten, ihnen
diese Waren abzunehmen.
Ein
weiterer tagesfüllender Programmpunkt war der Ausflug in die
Universitätsstadt Tübingen. Die Gruppe spazierte gemeinsam am Neckar
entlang und erkletterte das Schloss, wo sie eine Mittagspause einlegte.
Anschließend ging es in Kleingruppen durch die Tübinger Altstadt, wo die
Kinder Gelegenheit zum Einkaufen hatten. Den Nachmittag verbrachten die
Kinder in der Nebelhöhle, einer Tropfsteinhöhle in der Nähe von
Tübingen.
Die Freizeitabende waren mit Lagerfeuer, Singen, Gruppenspielen,
Stockbrot und
Nachtwandern alles andere als langweilig. Ein besonderer Abend war
jedoch der „Wohlfühlabend“, wo sich die Kinder gegenseitig mit
Igelballmassagen oder Fußwaschungen verwöhnen konnten. Wer dazu keine
Lust hatte, nutzte die Ruhezone, malte Mandalas oder spielte Smellory,
ein Geruchsmemory. Ein weiterer abendlicher Höhepunkt für die Kinder war
die Möglichkeit, im Wald zu übernachten, was über die Hälfte der
Teilnehmer auch nutzte.
Ein
Schwimmbadbesuch, eine ägyptische Olympiade, Wasserspiele, Basteln,
Akrobatik, das Erstellen einer Fotostory und das durchgehend gute Wetter
machten die Freizeit zu einer wirklich gelungenen Sache, die sowohl den
Kindern als auch den Teamern eine Menge Spaß machte und neue
Freundschaften brachte: Telefonnummern und Adressen wurden ausgetauscht,
mit dem Versprechen, sich nicht aus den Augen zu verlieren und sich
spätestens auf der Freizeit im nächsten Jahr wiederzusehen.
Martin Biehl, Clemens Tischner
Bericht der Kinderfreizeit aus dem
Freizeitheft
Freizeiten-Archiv
|