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25 Jahre CVJM Reinheim |
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Die Vorbereitungen begannen auf dem Mitarbeiter-Wochenende in Kaub im November 2005: Wir wurden uns einig, Bildwände zu erstellen und eine Chronik zu schreiben, auch ein Logo wurde entworfen, das u. a. T-Shirts schmücken sollte, und schließlich wurde der Termin für die Jubiläumsveranstaltung festgelegt und das Programm vorbesprochen.
Die Chronik über 25 Jahre CVJM wurde vor allem von den Älteren verfasst, von Clemens aufbereitet, mit geeigneten Fotos aufgelockert und druckfertig gemacht. Neben einem allgemeinen Teil enthält sie eigene Abschnitte über Jungschar- und Jugendarbeit in Georgenhausen, über die Jungschar und die CVJM-Jugend in Ueberau, über Gruppen und Veranstaltungen für Erwachsene, über Freizeiten von 1980 bis 2006, über die Dritte-Welt-Arbeit im CVJM Reinheim und andere Verbindungen mit ausländischen Partnern (einschließlich Oikocredit und Weißrussland), über die Internet-Arbeit und das Glühwürmchen sowie über das Vergessene (zusammen rund 30 Seiten mit 14 Fotos). Den Druck übernahm Herr Dempewolf, und er hatte auch die gute Idee, die Druckkosten durch Aufnahme etlicher Anzeigen zu senken. Wir waren eigentlich erstaunt, wie schnell, nämlich innerhalb weniger Tage, neun Seiten der Chronik mit 15 Anzeigen von Geschäften, Firmen, einer Gaststätte und einem Verein aus Ueberau, Reinheim und Umgebung gefüllt werden konnten. Natürlich gab es auch Absagen, da unser Verein immer noch viel zu wenig bekannt ist, aber es war eine neue, positive Erfahrung festzustellen, dass zahlreiche, uns privat bekannte Geschäftsleute bereit waren, für einen guten Zweck eine Anzeige aufzugeben. Clemens bearbeitete sie fachmännisch und nach wenigen Tagen lag die fertige Chronik vor, die auf ihrer Titelseite das Logo, einen Regenschirm, zeigt: Wir danken Gott, dass er uns 25 Jahre beschützt hat. Aber der Verein selbst soll auch für seine Mitglieder und Gäste ein gewisser Schutz sein. Niemand muss allein stehen mit seinem Glauben und seinen Zweifeln, sondern kann im CVJM christliche Gemeinschaft finden. Als erste erhielten alle Inserenten eine Chronik.
Am Sonntagmorgen startete um 10 Uhr der Festgottesdienst in der Ueberauer Kirche. Die Freizeitkinder waren schon früh von Reinheim nach Ueberau gelaufen und füllten die vorderen Stuhlreihen im Kirchenschiff. Alle Mitglieder, viele Vereinsfreunde und -freundinnen und viele Ehemalige waren schriftlich eingeladen worden, und etliche waren von weit her gekommen und füllten nun die Kirche. Einige Eltern von Freizeitkindern waren da, auch unser CVJM-Kreisverband war mit einigen Vertretern im Gottesdienst. Besonders gefreut haben wir uns über die "Nicht-CVJMer" aus Ueberau. In Ueberau herrscht ja leider oft so ein Cliquen-Denken: Jubiläum des CVJM – da gehöre ich nicht dazu also brauch' ich auch nicht zur Kirch'. Dadurch ist dann die sogenannte "Kerngemeinde", die häufig den Gottesdienst besucht, an solch einem Jubiläum nicht vertreten. Es wäre schön, wenn das von allen Seiten auch vom CVJM überwunden werden könnte. Neben den Ehrengästen, die später auch ein Grußwort sagten, war es eine besondere Freude unseren früheren Dekan, Pfr. i. R. F. Baumann, aus Reichelsheim begrüßen zu können, der trotz seines Alters und seiner angeschlagenen Gesundheit nach Ueberau gekommen war. Auch über Vertreterinnen bzw. Vertreter der Frauenhilfe Ueberau und des Ortsbeirats Georgenhausen / Zeilhard haben wir uns gefreut. Den Gottesdienst leitete unser Gründungsmitglied Pfr. i. R. Heinrich Tischner, jetzt Bensheim. Da wir viele Lob- und Danklieder singen wollten, standen neben der Organistin an der Orgel auch Clemens am Keyboard und Ulla mit der Gitarre bereit. Die Texte waren auf einem Liedblattzusammengestellt. Wir begannen mit dem Choral "Aus meines Herzens Grunde sag ich dir Lob und Dank…" Nach der Begrüßung und dem Votum wurde dann der Psalm 91 im Wechsel gelesen: "Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt…, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe…" Damit war das Stichwort für die Predigt schon gefallen: Wie bereits im Logo ging es um den Schirm als Symbol des Schutzes. Doch zuvor wurde die Liturgie zu Ende geführt, u. a. mit dem Lied der Freizeitteilnehmer "Psalmen sind Lieder" und mit einem Liedblock aus den Liedern "Du bist mein Zufluchtsort", "Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren" und "Dass dein Wort in meinem Herzen starke Wurzeln schlägt". Alle mit Keyboard und Gitarre begleitet.
Der Gottesdienst war überwiegend bestimmt von Lob und Dank, aber im allgemeinen so einfach, leicht verständlich und aufgelockert, dass es auch für die Kinder nicht langweilig war. Nahtlos schloss sich an den Gottesdienst ein Rückblick auf die 25 Vereinsjahre an, schlaglichtartig festgemacht an 26 Dias, beginnend mit dem Niersteintreffen 1981 und endend mit der Nacht der offenen Kirche in Ueberau 2006. Da war der Jungschar-Elternnachmittag mit Barbara Wendel 1984 ebenso zu sehen wie das Teestubb'-Wochenende in Nesselbrunn 1988, das Kinderfest beim Fest der Vereine 1990, die Feriengemeinschaft in Dornholzhausen 1991, die Jugendfreizeit in Boos an der Nahe 1994 und die Fahrt nach Weißrussland 2002. Eigentlich alle Arbeitsrichtungen des CVJM Reinheim wurden beispielhaft mit einzelnen Dias vorgestellt und erläutert von einigen Mitarbeitern. Einige Grußworte schlossen sich an, begonnen durch Dekan Meier, der alle mitreißen und vor allem die Kinder durch das "Steigenlassen einer Rakete" aktivieren konnte – kein Wunder, er war früher selbst im CVJM. Herr Plöger, stellvertretender Vorsitzender des Ueberauer Kirchenvorstandes, ging detailliert auf die CVJM-Arbeit in Ueberau ein und drückte seine Freude darüber aus, dass der CVJM ein fester Bestandteil der christlichen Arbeit in Ueberau geworden ist. Bernd Reininghaus, als Sekretär des CVJM-Westbundes uns seit langem verbunden, überbrachte die Grüße unseres Verbandes, und Silke Stebner, Kreisvorsitzende, schloss sich mit Grüßen des Kreisverbandes an. Anstelle des Bürgermeisters sprach Herr Schreiber aus Reinheim ein Grußwort. Natürlich gab es auch einige Geburtstagsgeschenke, die unserer Kasse ein wenig unter die Arme gegriffen haben.
Ich denke, es war ein schöner Tag, der allen in guter Erinnerung bleibt. Den Mitarbeitern hat er sicher auch weitere wertvolle Erfahrungen über unsere Stärken und Schwächen gebracht. Wer noch eine Chronik gegen eine Spende haben möchte, sollte sich melden. Es sind noch Exemplare vorhanden. Gustav A. Langenbruch |