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Bereits
zum fünften Mal richtete der Christliche Verein Junger Menschen
(CVJM) Reinheim die Nacht der offenen Kirche im Rahmen der
Freitag-Abendandachten der Evangelischen Kirchengemeinde Ueberau
aus.
Ein abwechslungsreiches Programm bot sich den kleinen wie großen
Besuchern am Freitag im Ueberauer Gotteshaus. Harald Genrich
eröffnete mit seinen Erzählungen über die Geschichte des
Gotteshauses den Abend. Besonders wurden diesmal die Kirchenfenster
ins Rampenlicht gesetzt. Die Grundformen des gotischen Fensterbaus
seien noch klar zu erkennen, berichtete Harald Genrich dem noch
kleinen Zuhörerkreis. Nach den Erklärungen gab es einen kleines
Gewinnspiel zu den Fenstern und die Möglichkeit sich in der Kirche
umzuschauen und den Turm bis zum Geläut zu besteigen. Für die
meisten Besucher war es das erste Mal, dass sie sich den Bereich
oberhalb des Kirchenschiffes anschauten. "Schön, dass man dazu mal
die Gelegenheit hat", war eine Aussage. Vor allem für die jungen
Besucher war es ein kleines Abenteuer sich bis zu den Glocken heran
zu wagen.
Mit Bällen und Keulen versetze TOCINO –Wilko Elett- die Zuschauer
ins Staunen. Mit der Jonglage und den passenden Worte setzte er den
christlichen Glauben ganz praktisch um. Auch ein übers Seil
sausendes Diabolo und ein wirbelnder hölzerner Stab erfuhren bei
TOCINO eine ganz neues "Leben". Durch seine Jonglage wurden
biblische Aussagen lebendig und bildhaft.
Der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde Ueberau
eröffnete dann den musikalischen Bereich. Mit einem bunten
Bilderbogen zeigte der Posaunenchor unter der Leitung von Walter
Hilbert einmal mehr sein Können.
Eine "Weltpremiere" feierten die
beiden für Ueberau zuständigen Pfarrer Ingmar Neserke und Frieder
Schmidt unter dem Motto "Zwei Pfarrer – zwei Gitarren". Mit viel
Können an den Instrumenten und den ausgesuchten Liedern hatten sie
in kürzester Zeit die Zuhörerschar in der inzwischen vollen Kirche
auf ihrer Seite. So war es kein Wunder, dass die beiden Gitarristen
nicht ohne Zugabe verabschiedet wurden.
Ein besinnlicher Teil folgte. Der Teeny-Kreis des CVJM lud zur
Taizé-Andacht ein, die sich an den Andachten und Gottesdiensten der
Glaubensbruderschaft in Taizé orientierte. Ein Teil der Gruppe war
im Herbst 2008 Vorort und "entführte" die Zuschauer bzw. Zuhörer
nach Südfrankreich. Für viele Besucher war es eine ganz neue Art
eine Andacht zu erleben.
Nach soviel dargebotener Kunst wurde das Mitternachtsmahl
serviert, das fleißige Teeny-Hände gezaubert hatten. Bei Chili con
Carne und Salat wurde gemeinsam der Samstag begonnen.
Gerrit Langenbruch spannte mit Märchen über Geld und Gier den
Bogen von der Gegenwart in die Vergangenheit. "Schließlich haben wir
zur Zeit eine Wirtschaftskrise", erklärte Gerrit Langenbruch die
Auswahl der Märchen und des Schattentheaters. Um 2:00 Uhr am
Samstagmorgen klang die Nacht der offenen Kirche mit einem
Nachtgedanken von Jörg Kappel und dem anschließenden Segen aus.
Jörg Kappel |